Spesen auf Dienstreisen: Was ändert sich 2021?

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Dienstreisen und Reisekosten Neuerungen 2020 1

Wie jedes Jahr wurde auch in diesem November das Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) an die Oberfinanzbehörden der Länder veröffentlicht. In diesem lesen Sie sämtliche Neuerungen und Änderungen bezüglich der Reisekosten und der steuerlichen Behandlung einzelner Komponenten einer ordnungsgemäßen Reisekostenabrechnung. Ebenfalls ist die aktualisierte Tabelle in dem BMF-Schreiben enthalten, die die Verpflegungs- und Übernachtungspauschalen für 180 Länder umfasst.

Neuerungen 2021 auf einen Blick

#1 Höhere Spesensätze für das Ausland

Eine willkommene Neuerung für internationale Dienstreisenden ist die Erhöhung der Spesensätze für das Ausland. Der Spesensatz für Deutschland beträgt auch in 2021 € 14 pro Tag. Bleibt der Reisende seinem Wohnort mehr als 24 Stunden fern, dürfen auch 2021 weiterhin € 28 angesetzt werden. Die Höchstwerte für das Ausland wurden für einige Länder aktualisiert und sind in der neuen Tabelle des BMF zu finden.

#2 Höhere Übernachtungspauschalen für das Ausland

Die Übernachtungspauschale für das Inland hat sich nicht geändert - für eine auswärtige Übernachtung darf ein reisender Mitarbeiter auch in 2021 € 20 geltend machen. Die Höchstwerte für das Ausland wurden jedoch bei einigen Ländern angepasst. Alle Beträge sind in der Tabelle des BMF aufgelistet. Ist ein Land nicht in der Tabelle aufgeführt, gilt der Höchstwert für Luxemburg.

#3 Steuerliche Änderungen

Für 2021 sind für Reisekostenabrechnungen steuerliche Verbesserungen im Bereich der Lohnsteuer geplant. So sind im neuen Jahr Weiterbildungsmaßnahmen, die im Interesse des Arbeitgebers durchgeführt werden, steuerfrei (§3, Art.19 EStG).

Kurz zu erwähnen ist auch eine neue Lohnsteuer-Regelung für ausländische Mitarbeiter. Details hierzu lesen Sie in dem aktuellen Schreiben des BMF und ausführlich in §39, Abs.3 des Einkommensteuergesetzes.

Stellt ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter kostenlosen oder vergünstigten Wohnraum zur Verfügung, wird dies als steuerpflichtiger Sachbezug bewertet. Seit 2020 darf ein sogenannter Bewertungsabschlag bei Mitarbeiterwohnungen in Höhe eines Drittels des ortsüblichen Mietpreises berechnet werden. Beträgt das gezahlte Entgelt mindestens zwei Drittel des Mietwertes und beträgt dieser nicht mehr als € 25/m², unterbleibt die Bewertung als Sachbezug.

#4 Jobtickets

Auch in 2021 bleiben die Aufwendungen von Mitarbeitern für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Arbeitsweg steuerfrei, wenn sie zusätzlich zum Arbeitslohn gezahlt werden. Erhält ein Mitarbeiter die täglichen Fahrten von und zur Arbeitsstätte von seinem Arbeitgeber ganz oder teilweise erstattet, sind diese Vergütungen bei der Berechnung des Kilometergeldes bei den Werbungskosten zu berücksichtigen. Erfolgt die Erstattung der Fahrtkosten im Zuge einer Gehaltsumwandlung, werden Jobtickets mit einer Pauschale von 25% versteuert, bleiben jedoch sozialversicherungsfrei.

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Veröffentlicht am 13 Mai 2021